Am Samstag, dem 20. Juni, machten wir uns frühmorgens auf den Weg nach Chur ans Eidgenössische Schützenfest 2026. Unterwegs durften natürlich die obligatorischen Pipistopps und ein Kaffeehalt nicht fehlen, bevor wir unser Ziel erreichten.
In Chur angekommen, begaben wir uns zuerst zur Alten Kaserne, wo die Gewehre plombiert wurden. Anschliessend ging es mit dem Shuttlebus weiter zum Schiessstand Rossweid. Dort verstauten wir unser Material im bereits vollgestopften Materialzelt. Liegestühle zur Erholung wären zwar bereitgestanden, diese waren jedoch während unseres gesamten Aufenthalts besetzt. Für eine willkommene Abkühlung sorgte dafür die Wassersprinkleranlage, welche bei den sommerlichen Temperaturen rege genutzt wurde.


Nachdem wir die Munition gefasst hatten, mussten wir uns noch etwas gedulden, denn abgespitzt werden durfte diese erst direkt im Schiessstand. Für eine besondere Überraschung sorgte ein Interview mit dem rätoromanischen Fernsehen, bei dem jemand von uns vor die Kamera treten durften.
Zwischendurch erkundeten wir das Festgelände und das grosse Festzelt. Dort stärkten wir uns mit einer Mahlzeit, wobei man sich nicht ganz sicher war, ob das Essen oder die Luft im Zelt wärmer war. Anschliessend absolvierten einige Schützinnen und Schützen bereits ihre ersten Stiche. Das Schiessen bei den hohen Temperaturen war eine echte Herausforderung, insbesondere unter den dicken Schiessjacken.

Am Abend fuhren wir weiter ins Hotel Lindenhof in Churwalden. Nach dem Einchecken und dem Beziehen der Zimmer freuten wir uns auf den Spaghettiplausch zum Abendessen. Noch grösser war die Freude über die erste Dusche nach einem heissen Tag auf dem Schiessplatz.
Den Abend liessen wir gemütlich bei einem Calanda-Bier ausklingen. Gemeinsam sassen wir auf den Sofas oder draussen vor dem Hotel und genossen die angenehme Stimmung. Dabei trafen wir auch andere Schützinnen und Schützen, die ebenfalls im Hotel untergebracht waren, und konnten interessante Gespräche führen und Erfahrungen austauschen.


Am Sonntagmorgen trafen wir uns bereits um 7 Uhr zum Frühstück. Frisch gestärkt machten wir uns um halb acht wieder auf den Weg zum Schiessstand. Dort schossen wir die letzten Stiche auf unseren rangierten Scheiben und schlossen damit unseren Wettkampf erfolgreich ab. Anschliessend gingen wir ins Festzelt, um abzurechnen, bevor wir die Heimreise antraten.
Ein weiteres erfreuliches Ergebnis war, dass alle Teilnehmenden einen Kranz mit nach Hause nehmen konnten. Dabei spielte es keine Rolle, ob es ein einfacher, dreifacher oder sogar fünffacher Kranz war. Jede Auszeichnung ist das Resultat von Einsatz, Konzentration und guter Vorbereitung. Auf diese Leistung dürfen wir alle stolz sein.
Das Eidgenössische Schützenfest 2026 in Chur wird uns in bester Erinnerung bleiben. Es war ein hervorragend organisiertes Fest, das Schützinnen und Schützen aller Generationen zusammenbrachte. Besonders schön war der kameradschaftliche Zusammenhalt. Wir unterstützten uns gegenseitig, fieberten miteinander mit und verbrachten gemeinsam eine tolle Zeit. Genau solche Erlebnisse machen das Eidgenössische zu etwas ganz Besonderem.
— Jasmin Siegrist



























